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Aufbau des Augenlides

Die Augenlider bestehen aus einer Lidaußenfläche und einer Lidinnenfläche. Die sogenannten Lidblätter sind unterschiedlicher Struktur und haben unterschiedliche Aufgaben. Die Gesichtshaut – die allgemeine Körperhaut – besteht aus Plattenepithelzellen. Letztgenannte bilden die oberste äußere Schicht des Lidoberblatts. Weitere Bestandteile des Lidoberblattes sind die ringförmigen Muskeln, Musculi orbicularis oculi sowie der antagonistische Lidheber, Musculus levator palpebrae superioris, der ungefähr beim Menschen eine Lidbewegung von circa 20 mm zulässt. Der Musculus orbicularis oculi ist durch die besondere Aufhängung durch innere und äußere Lidbänder in der Lage, sich nicht wie andere Ringmuskulaturen konzentrisch, also kreisförmig zusammenzuziehen, sondern verursacht lediglich das Schließen des Lides, ohne die Lidspalte zu verkürzen. Das innere Lidblatt besteht aus Bindegewebe, dem Septum orbitale, welches sich zwischen Periorbita und Tarsus palpebrae und dem Tarsus selbst befindet. Der Tarsus wird fälschlicherweise als Lidknorpel bezeichnet. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Knorpelgewebe, sondern um eine durch straffe Kollagenfasern durchzogene Bindegewebsplatte. Die Maße beim Menschen betragen ungefähr 25 mm in der Breite und beim Oberlid 10 mm sowie beim Unterlid 5 mm in der Höhe und etwa 1 mm in der Breite. Dort befinden sich auch die glatten Muskeln, die für die unwillkürlichen Lidspaltenweiten und für die Regelung der Öffnung des Lidspaltes zuständig sind. Auf der inneren Seite der Lider ist die Bindehaut, die Konjunktiva.

Meist entsteht durch die Anordnung der Muskeln eine Lidfurche im Oberlid, die Sulcus palpebralis superior und ist als Kid, Deck oder Umschlagfalte bekannt. Fehlt die Oberlidfalte vollständig, kann es ein Zeichen von vermehrter subkutaner Fetteinlagerung sein. Beim Unterlid entsteht sie meist nur durch einen Blick nach unten, ist aber auch nicht so stark ausgeprägt.

Beim Menschen, oder allgemein bei Säugetieren, liegen am Lidrand entlang die Wimpern, die eine zusätzliche Schutzfunktion für das Auge bilden. Sie schützen vor Staub und Schmutzpartikeln sowie vor größeren Fremdkörpern, die ins Auge sonst hineinfallen könnten. Um die Wimpern herum gibt es noch verschiedene Drüsen. Die Meibom-Drüsen, oder auch Zeis-Drüsen oder Tarsaldrüsen genannt, bilden ein Sekret, das ein Überlaufen der Tränenflüssigkeit über die Lidkante hinaus, produzieren, die sogenannte „Augenbutter“. Das als Schlaf in den Augen bezeichnete getrocknete Sekret findet man am Morgen im inneren Augenwinkel des Auges als getrocknetes gelbes Körnchen. Die Moll-Drüsen, benannt nach dem deutschen Augenarzt Jakob Antonius Moll, produzieren Schweiß.

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2020-04-16T15:39:16+02:00 Behandlung / Blog / News / Sehfehler / Technologie /
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